Abenteuer VIA VERDE DE LE SIERRA oder der Ausflug ins Auenland

Abenteuer VIA VERDE DE LE SIERRA oder der Ausflug ins Auenland

Nach 17 Tagen fast durchgängigem Regen in Andalusien waren wir froh einen Platz zum Bleiben zu finden, der nicht geflutet war.

Ein alter Bahnhof an der Via Verde de la Sierra, die von Olvera bis zur Puerto Serano geht und insgesamt 36 zu beradelnde oder zu bewandernde Kilometer hat.
Und wir hatten Glück, denn es trat, wie vorhergesagt, eine halbtägige Regenpause ein. Also Stiefel geschnürt, Proviant gepackt, Hunde mit Halsbändern versorgt und los ging es!

Die Via Verde ist eine schmale Bahntrasse, es gibt einige davon in Spanien, allerdings fuhr auf unserer Strecke nie ein Zug. Das Abenteuer begann am ersten Tunnel, der zwar noch beleuchtet war, aber schon ziemlich viel Schlamm aufwies. Auch lagen auf der Strecke draußen immer wieder große Felsbrocken und teilweise waren die lehmigen Hänge ins rutschen gekommen. Der längste Tunnel, ca 800 Meter lang, hatte dann natürlich kein Licht. Wir tasteten uns langsam voran, wobei es immer matschigen wurde.
Dazu kam irgendwann das laute Geräusch eines Wasserfalls….!??

Und richtig, kurz vor dem Ausgang hatte sich das Wasser einen Weg durch die Felswand gebahnt, hier stand alles knöcheltief unter Wasser und Schlamm.
Aber umdrehen, ohne das eigentliche Ziel unserer Wanderung erreicht zu haben?
Die grösste Gänsegeierkolonie Europas am Peñón de Zaframagòn!
Keine Frage, wir schlitterten und matschten weiter durch das knöcheltiefe Nass….und wurden reichlich belohnt.

Hunderte Gänsegeier umkreisten den schroffen Berg, schraubten sich in Kreisen immer höher oder saßen eng gedrängt auf Felsvorsprüngen. Für mich ist es immer wieder ein unglaubliches Erlebnis, diese Giganten am Himmel zu sehen.
Die Landschaft hier ist hügelig und sehr grün, als reise man durch die Heimat der Hobbits.
Eine wahre Genusswanderung…..auch wenn es gerade schon wieder zu regnen anfängt.

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