Reisen

2015-07 S Sundsvall

Der geografische Mittelpunkt von Schweden - Sundsvall

Eine Stadt hält viele Überraschungen bereit. Heute passiert einfach alles anders, der Tag beginnt um 1.00 Uhr mit Begrüßung durch die jugendlichen Einwohner, im weiteren Verlauf entdecke ich die Ausbildungsstätte der Motorradfahrer Nordeuropas, ein schwedisch sprechender, indischer Obst - und Gemüsehändler verkauft mir endlich wirklich scharfe Chilis, ich bewundere monumentale Kunstwerke auf ausgedehnten Einkaufcenter Großparkplätzen und abschließend verfalle ich hoffnungslos dem Kaufrausch, aber der Reihe nach.

S - Internet per UMTS

Dieser Artikel wurde seit 2015 nicht aktualisiert.

UMTS in Schweden, ist relativ preisgünstig und unkompliziert zu bekommen. Die Voraussetzungen sind ein Ausweisdokument und eine Kreditkarte (Barzahlung ist nicht möglich) und das Aufspüren eines Telia Shops. Aber auch das dürfte nicht allzu schwierig sein, in einem der allgegenwärtigen Rieseneinkaufscenter an zumindest jeder etwas größeren Stadtperipherie gelegen wird der Reisende bestimmt fündig. Für Telia habe ich mich aufgrund der guten Netzabdeckung entschieden und habe es nicht bereut. Der gesamte Buchungsvorgang dauerte dann gerade einmal zehn Minuten und ab der zwölften Minute hatte ich besten UMTS Empfang.

2015-07 S Südschweden - Jungfrukusten

Nach zehn Tagen des Suchens bin ich doch noch in Schweden angekommen. Zu Beginn habe ich nach Jahren der Schwedenabstinenz mein ursprüngliches Lieblingsland fasst nicht mehr wiedererkannt.

Weite unberührte Seenlandschaften, wo sind sie geblieben? Jeder noch so kleine Tümpel ist mittlerweile mit Ferienhütten zugewuchert, kein noch so kleines Plätzchen zum Wohnen ist zu finden. Naturverbundene Schweden, die sich per Rad, zu Fuß mit Rucksack, per Kajak wasserwandernd die Seen erschließen, wo sind sie geblieben? Kein Ahnung, stattdessen sehe ich PS Monster laut röhrend auf den Seen entlang schießen, im SUV (sport utility vehicle) den Schotter aufwirbelnde, motorisierte „Waldwanderer“ hüllen mich freundlich winkend in eine undurchdringliche, alles verstopfende Staubwolke. Am Abend reicht die obligatorische 1,5 Liter Duschflasche nicht, den in alle Poren eingedrungenen Staub zu entfernen.

2015-05 und 06 D Mecklenburg-Vorpommern

Angekommen

Meine alte Heimat hat mich für die nächsten Wochen wieder. Auch diese Welt hätte ich sofort erkannt. Die Bäume sind auch hier nummeriert und die Menschen hier haben so ihre Eigenarten.

Eine schmallippige, graue Mitarbeiterin einer Tankstelle blafft mich an, warum ich denn die Nummer der Tanksäule, die ich benutzt habe nicht wisse, sie könne schließlich nicht um die Ecke schauen, ohne dabei ihr Telefongespräch zu unterbrechen. Der nach mir anstehende Bittsteller erdreistet sich auch noch zusätzlich eine Bockwurst zu bestellen, aber auch das meistert die Chefin mit zwischen Ohr und oberer Schulterpartie eingeklemmtem Telefon, ohne ihn auch nur eines Blickes zu würdigen.

2015-04 D Berlin - Brandenburg

Berlin

Hätte man mich meiner Sinne beraubt und mich ohne mein Wissen in den Berliner Grunewald verfrachtet, ich hätte sofort erkannt wo ich mich befinde. Denn das gibt es sicherlich nur einmal auf der Welt: nummerierte Bäume. Aber nicht nur das wäre das Alleinstellungsmerkmal für einen deutschen Wald, auch die umfangreiche Beschilderung, was der Wanderer hier darf oder eher nicht darf und zu unterlassen hat. Krach machen, Tiere stören, Müll entsorgen, diesen oder jenen eigentlich zum Betreten geeigneten Waldabschnitt, nicht betreten, hätten mich, von der Sprache einmal abgesehen, sofort erkennen lassen, dass ich mich in einem deutschen Wald befinde.

2015-04 RO-HU-SK-CZ-D Rückreise

Die Rückreise geht nun nach kurzfristigem Entschluss doch etwas schneller als ursprünglich geplant. Da nervt etwas in mir, eigentlich weiß ich, dass nichts ist, doch leider bin ich noch nicht so stark die Symptome und vor allem die Angst zu beseitigen. Also hat das Ego gewonnen und ich fahre.

Normalerweise fahre ich immer mautfreie Strecken, wenn man mich nicht überlistet. Nun soll es aber etwas schneller gehen, doch vorerst möchte ich mir das jonglieren mit den Maut Geräten à la GoBox etc. nicht antun und versuche erst einmal die kostenlose Variante. Hier einmal ein kurzer Auszug aus den Vorschriften der einzelnen Länder, die Sache spricht für sich. Gefahren wird mit einem Wohnmobil > 3,5t, darunter ist es relativ einfach, in den meisten Fällen reicht eine Vignette. Aber wer hat schon ein 3,5t Wohnmobil?

2015-04-11 RO Herkulesbad

In Rumänien muss man vor allem während der Osterferien und dann noch in einem touristisch beliebten Gebiet, wie zum Beispiel in Banja Herkulane, zu deutsch Herkulesbad, stahlharte Nerven und ein gutes Maß an Toleranz mitbringen. Ausgerechnet zu diesem Mega Event der Ausgelassenheit verschlägt es mich hierher. Es ist in dem schmalen Tal des Cerna schon nicht so leicht einen geeigneten Wohnort zu finden, also bleibt nur ein Rastplatz direkt an der Straße. Auch Einheimische parken den nicht vorhandenen Randstreifen gnadenlos zu, um ein Bad in einer der wenigen nicht kommerzialisierten Quellen zu nehmen.

2015-04 SRB Sokobanja

Die letzten Stunden in Griechenland, fast drei Monate mein Zuhause. Hier war ich bestimmt nicht zum letzten Mal.

Weiter geht es nach Mazedonien, die Autobahn schunkelt und rumpelt den Wagen hin und her. In einem kleinen Ort fahren wir tanken für umgerechnet 84 Cent/Liter! Das lässt Platz für ein ausgiebiges Abendessen, ein Plätzchen neben einem ausgebomten  Fabrikgelände lädt zur Übernachtung ein, die Gaststätte in Sichtweite. Das Essen und der Wein sind hervorragend. Lohn für einen anstrengenden Tag!    😏

2015-04 GR Loutra Pozar

Ein paar Kilometer bleiben in Griechenland noch übrig. Das Meer bleibt zurück und bei den Temperaturen ist es vielleicht nicht schlecht, noch einmal eine Thermalquelle nordwestlich von Aridea aufzusuchen.


Die Thermalbäder Pozar Loutrakiou liegen am Ausläufer der Kaimakzalan Berge, wenige Kilometer von der Grenze Griechenland – Mazedonien entfernt.

2015-03 GR Korinos Beach und der griechische Schildmensch

Korinos Beach, eigentlich heißt er hier Paralia Korinou, ist ein Ferienort mit kilometerlangen Sandstränden, ein paar kleineren Bettenburgen, einem mit Wasser überfluteten Campingplatz, Minimarkt und einem Schäfer mit 39 Schafen und relativ wenig Müll. Um diese Jahreszeit ist natürlich alles geschlossen und der Strand ist so gut wie menschenleer. Der richtige Ort, um zu chillen, kilometerweit zu wandern, die frühlingshaften Temperaturen zu genießen. So ein richtiges Timo Land.


Olymp