Grenzgänger

Froh, den 'richtigen' Pass zu haben

Dani

Froh, den “richtigen” Pass zu haben oder die plötzliche Überpräsenz der Uniformierten.

Der Tag war lang, aber was lang ist ist nicht immer auch schön. Wir starteten heute früh ins Städtchen Slunj, oder eher seinen kleinen Stadtteil Rastoke, der berühmt ist für seine vielen Wassermühlen und Cascaden.

Tja, was berühmt ist und auch ständig als Klein Plitvice bezeichnet wird, das wird schnell eitel weil es ja alle sehen wollen. Also fangen sie mit Parkgebühren um 4 Euro an und enden mit einem Eintrittsgeld von 5 Euro, allerdings nicht im Winter so wie jetzt, da ist die Mühlen Halbinsel einfach mal abgesperrt ….na, nicht so unser Ding 😏 wir haben dann eine Wanderung versucht, ach, lassen wir das.

Bosnien, die Unbekannte

Dani

Am liebsten bereisen wir Gegenden von denen wir vorher eigentlich nicht viel mehr als den Namen wissen, und lassen uns dann auf das ein was wir entdecken auf unseren Wegen, die sich ergeben beim Fahren.

Was wussten wir vorher von Bosnien?

Das es dort Krieg gab, den wir fern in den Medien wahrnahmen aber nicht verstanden.
Das es viel Inland und kaum Meer gibt, nur einen gefühlt handtuchgroßen Zugang.
Das es ein eher armes Land ist.
Und was haben wir entdeckt?
Das es ein unglaublich abwechslungsreiches Land ist, dass mich mit seinen Flüssen, Bergen aus Kalkgestein oft an Frankreich erinnert hat.
Das es ein Land ist in dem der Mensch die Früchte der Natur noch schätzt und alles sammelt was sich essen oder zu Schnaps verarbeiten lässt (Pflaumen, Hagebutten, Wacholder, Kräuter etc).
Das es noch immer sehr viele Spuren des Krieges gibt (erschossene Häuser, leere, kaputte Dörfer, Minen)
Das es sehr leckere Wurst (Sucuk) gibt und fast jeder einen Garten hat mit Gemüse, dass bei uns BIO genannt wird, weil es natürlich wächst und unglaublich schmackhaft ist.

Zwei italienische Dörfer

...und doch kein Ort

Dani

Kaum dreht man hier in Kalabrien der Küste und seinem wuseligen Dasein den Rücken zu und geht ein wenig in die Berge, schon wächst einem üppiges Grün entgegen und die Dörfer scheinen leer zu sein….

Vergeblich hatte ich versucht ein paar kleine Informationen zu unseren zwei Bergdörfern zusammenzusammeln, aber nix, es gibt diese Orte kaum noch, nicht einmal eine Einwohnerzahl lässt sich finden. Und als ich mich dann heute aufmachte um die mir zu erkunden, da sah ich es mit eigenen Augen : hier wohnten mal viele Menschen in kleinen, wie aneinandergeschmiegten Häusern mit weitem Blick ins Tal. Heute sind nur noch eine handvoll Häuser bewohnt und es sind fast nur noch Alte, die hier geblieben sind.

Reise ins Mittelalter

Italien Pietravairano

Dani

Die 2te Nacht ohne Schlaf…erst Sturm am Meer der unseren Strand mit riesigen Bäumen bewarf (wo die wohl herkamen…Korsika??) und dann Gewitter mit Starkregen und Böen das ich dachte ich schlafe nicht im LKW sondern auf nem Boot…

Die Strecke heute dann auch doof: Strassen unter Wasser, Tunnel unterspült und ständig mussten wir neue Wege suchen weil wir ja ein bisschen mehr wiegen als 3,5 Tonnen und scheinbar alle Brücken Italiens limitiert sind.

Eine heiße Badewanne in der Toskana

Italien - Toskana - Sasso Pisano

Dani

Stille, Beschaulichkeit, Entschleunigung

All das findet man hier in der südlichen Toskana. Die Vegetation hat sich abrupt verändert, kein typischer Säulenwacholder mehr, keine Oliven. Dafür Maronenbäume ohne Ende (leider noch nicht ganz reif…) und Eichenwälder. Kleine Dörfer mit 50 oder 200 Einwohnern, aber immer eine Bar und oft auch zwei und eine Art Tante Emma Laden. Hier in Sasso Pisano sogar mit frisch abgefülltem Wein, wenn man seine Flasche mitbringt 😉

Das Wispern der Steine und Zäune

Dani

Eine Reise durch Rumänien ist immer auch eine Reise zurück.

Wenn ich so durch Dörfer und Städte und Landschaften streuner mit meinem Blick und meiner Kamera, dann fasziniert mich immer eher das alte, kaputte , verlassene….es scheint mir eine Geschichte zu erzählen.

Von Menschen die hier einst lebten.
Von anderen Zeiten.
Von : Es war einmal…..

Wer hat hier wohl gelebt? Und wie ? Waren die Menschen glücklich, zufrieden? Und manchmal trifft man noch letzte Reste diese DAMALS irgendwo in einem dieser leeren Häuser, an denen der Zahn der Zeit und das Vergessen nagt.

Die Entdeckung der Langsamkeit auf der Insel Cres

Stein auf Stein Jahrtausende alt

Dani

Kroatien - Istrien - Insel Cres

Diese Insel in der kroatischen Adria kannte ich bisher nur aus kurzen Sommerbesuchen mit dem Ausflugsboot von Istrien aus. Bunt war es, laut und voller Touristen und das Meer türkis und warm, gerade richtig zum baden.

Nun sind wir also im Winter hier, der Himmel blau und klar und der Wind oft eisig. Außer ein paar rastalooktragenden Schafen begegnen wir auf unseren ersten Wanderungen hier im Wald von Tramontana im Norden der Insel niemandem. Die Dörfer, die oft nur zu Fuss zu erreichen sind, stehen schon lange leer. In den anderen abgelegenen Dörfern wohnen zwischen 4 und 20 Menschen, sehen tun wir aber auch dort eigentlich niemanden. Es ist Pause, keine Saison, aber hier im Norden kann ich mir auch im Sommer keine Menschenmassen vorstellen. Zu wenig was der Tourist so mag, kaum gut erreichbare Strände, keine Lädchen mit buntem Firlefanz made in wahrscheinlich China. Nur einmal sehen wir in Beli, dem Ort der Gänsegeier, eine kleine, jetzt stillstehende Bummelbahn… so können die Leute im Sommer wohl bequem Natur (Geierstation) mit Strand verbinden.

Wandmalerei in Italien

Sardinien - Orgosolo

Dani

Auch wenn man in diesem kleinen Bergdorf plötzlich wieder reisebusweise andere Reisende trifft, sogar Führungen in einer Ape werden angeboten, so hat der Ort doch Charme und jede Menge wunderbarer Murales (politische Wandmalereien) zu bieten…


189 Fotos später gab es dann auch ein artesanales Eis zur Belohnung 🍦🍦

Ach ja, ein alter Sarde auf seinem Balkon warf mir ein Kusshändchen zu… flirten können sie überall, auch im sogenannten Banditennest.

Eine Reise durch die Nacht ist ein Traum

oder ein Albtraum, wenn man 1763 italienische Schüler mit nimmt

Dani

Unser Abschied aus Spanien, kam uns im doppelten Sinn teuer zu stehen. Für 100 Meter Autobahn zahlten wir 100 Euro, unser allerletztes Bargeld mit wirklich dem letzten Cent. Nun ja, auf dem Standstreifen darf man ja eigentlich auch nicht fahren, aber die Autobahn war hoffnungslos zugestaut und wir wollten doch nur pünktlich zur Fähre. 🙄 Dumm wenn gerade dann zwei barceloneser Motorradpolizisten langweilig ist …

Wir waren trotzdem noch pünktlich und hatten uns vorher so überlegt, dass Anfang Mai bestimmt noch nicht so viele von Barcelona nach Sardinien fahren werden. Nun ja, stimmte eigentlich, wenn man die über 30 Reisebusse vollbesetzt mit italienischen Zehntklässlern nicht mitrechnen würde.
1 Italiener kann laut sein, 3 sind wie eine Großfamilie, 10 wie ein ganzes Dorf, aber 1763 Schüler sind unbeschreiblich….

Adios España - Auf Wiedersehen, Spanien

Dani

Bis bald, Spanien.






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