Reisen

2015-08 S Dalarna - Fulufjället Nationalpark

Dalarna Diesel wird knapp in dieser einsamen Gegend. Volltanken an den meist nur vorhandenen Tankautomaten klappt nicht, da per Kreditkarte immer nur ein Teilbetrag in unterschiedlicher Höhe getankt werden kann. Mal sind es 500 mal 800 Kronen, je nach Unternehmen. Eine etwas größere Häuseransammlung kündigt sich an, Pizzeria, ICA Laden, viele Loppis und eine Tankstelle. Schwungvoll fahre ich an die Säule, jedenfalls hatte ich das vor, aber ein lautes Kreischen und Scheppern lässt mich die Bremse voll durchtreten, Passanten springen wild gestikulierend, nach oben zeigend zur Seite.

2015-07 und 08 S Höga Kusten und der Skuleskogen Nationalpark

Mit Überquerung der Högakustenbron verwandelt sich Schweden in eine bergige, satt grüne Waldlandschaft. Kurvig führt die Straße gen Nord-Ost, Mercedes staunt und stöhnt ob der kleinen aber heftigen Steigungen. Norrfällsviken Ziel ist, natürlich die Küste, der Strand, den es hier auch geben soll. Norrfällsviken, eine Feriensiedlung, ein riesiger Campingplatz, ich glaube, ich wiederhole mich. Nein, nicht ganz, dann hier gibt es auch noch einen riesigen Golfplatz mit dazu. Ein Golfplatz in Schweden ist im übrigen nicht so elitär, wie in manchen Gegenden im restlichen Europa.

2015-07 S Sundsvall

Der geografische Mittelpunkt von Schweden - Sundsvall Eine Stadt hält viele Überraschungen bereit. Heute passiert einfach alles anders, der Tag beginnt um 1.00 Uhr mit Begrüßung durch die jugendlichen Einwohner, im weiteren Verlauf entdecke ich die Ausbildungsstätte der Motorradfahrer Nordeuropas, ein schwedisch sprechender, indischer Obst - und Gemüsehändler verkauft mir endlich wirklich scharfe Chilis, ich bewundere monumentale Kunstwerke auf ausgedehnten Einkaufcenter Großparkplätzen und abschließend verfalle ich hoffnungslos dem Kaufrausch, aber der Reihe nach.

2015-07 S Südschweden - Jungfrukusten

Nach zehn Tagen des Suchens bin ich doch noch in Schweden angekommen. Zu Beginn habe ich nach Jahren der Schwedenabstinenz mein ursprüngliches Lieblingsland fasst nicht mehr wiedererkannt. Weite unberührte Seenlandschaften, wo sind sie geblieben? Jeder noch so kleine Tümpel ist mittlerweile mit Ferienhütten zugewuchert, kein noch so kleines Plätzchen zum Wohnen ist zu finden. Naturverbundene Schweden, die sich per Rad, zu Fuß mit Rucksack, per Kajak wasserwandernd die Seen erschließen, wo sind sie geblieben?

2015-04 D Berlin - Brandenburg

Berlin Hätte man mich meiner Sinne beraubt und mich ohne mein Wissen in den Berliner Grunewald verfrachtet, ich hätte sofort erkannt wo ich mich befinde. Denn das gibt es sicherlich nur einmal auf der Welt: nummerierte Bäume. Aber nicht nur das wäre das Alleinstellungsmerkmal für einen deutschen Wald, auch die umfangreiche Beschilderung, was der Wanderer hier darf oder eher nicht darf und zu unterlassen hat. Krach machen, Tiere stören, Müll entsorgen, diesen oder jenen eigentlich zum Betreten geeigneten Waldabschnitt, nicht betreten, hätten mich, von der Sprache einmal abgesehen, sofort erkennen lassen, dass ich mich in einem deutschen Wald befinde.

2015-04 RO-HU-SK-CZ-D Rückreise

Die Rückreise geht nun nach kurzfristigem Entschluss doch etwas schneller als ursprünglich geplant. Da nervt etwas in mir, eigentlich weiß ich, dass nichts ist, doch leider bin ich noch nicht so stark die Symptome und vor allem die Angst zu beseitigen. Also hat das Ego gewonnen und ich fahre. Normalerweise fahre ich immer mautfreie Strecken, wenn man mich nicht überlistet. Nun soll es aber etwas schneller gehen, doch vorerst möchte ich mir das jonglieren mit den Maut Geräten à la GoBox etc.

2015-04-11 RO Herkulesbad

In Rumänien muss man vor allem während der Osterferien und dann noch in einem touristisch beliebten Gebiet, wie zum Beispiel in Banja Herkulane, zu deutsch Herkulesbad, stahlharte Nerven und ein gutes Maß an Toleranz mitbringen. Ausgerechnet zu diesem Mega Event der Ausgelassenheit verschlägt es mich hierher. Es ist in dem schmalen Tal des Cerna schon nicht so leicht einen geeigneten Wohnort zu finden, also bleibt nur ein Rastplatz direkt an der Straße.

2015-04 SRB Sokobanja

Die letzten Stunden in Griechenland, fast drei Monate mein Zuhause. Hier war ich bestimmt nicht zum letzten Mal. Weiter geht es nach Mazedonien, die Autobahn schunkelt und rumpelt den Wagen hin und her. In einem kleinen Ort fahren wir tanken für umgerechnet 84 Cent/Liter! Das lässt Platz für ein ausgiebiges Abendessen, ein Plätzchen neben einem ausgebomten Fabrikgelände lädt zur Übernachtung ein, die Gaststätte in Sichtweite. Das Essen und der Wein sind hervorragend.

2015-04 GR Loutra Pozar

Ein paar Kilometer bleiben in Griechenland noch übrig. Das Meer bleibt zurück und bei den Temperaturen ist es vielleicht nicht schlecht, noch einmal eine Thermalquelle nordwestlich von Aridea aufzusuchen. Die Thermalbäder Pozar Loutrakiou liegen am Ausläufer der Kaimakzalan Berge, wenige Kilometer von der Grenze Griechenland – Mazedonien entfernt. Der Ort Loutra befindet sich auf einer Höhe von ungefähr 380 m. Die Quellen werden von Regenwasser gespeist, das tief in den Boden dringt und dort erwärmt wird.

2015-03 GR Korinos Beach und der griechische Schildmensch

Korinos Beach, eigentlich heißt er hier Paralia Korinou, ist ein Ferienort mit kilometerlangen Sandstränden, ein paar kleineren Bettenburgen, einem mit Wasser überfluteten Campingplatz, Minimarkt und einem Schäfer mit 39 Schafen und relativ wenig Müll. Um diese Jahreszeit ist natürlich alles geschlossen und der Strand ist so gut wie menschenleer. Der richtige Ort, um zu chillen, kilometerweit zu wandern, die frühlingshaften Temperaturen zu genießen. So ein richtiges Timo Land. Olymp Am Korinos Beach treffe ich auf eine ganz besondere Spezies der menschlichen Art, den griechischen Schildmenschen.