Schafe

2023-02 AL Hand aufs Herz, so ist Albanien.

Dani

Jeder Reisende hat ja so seine Vorlieben und die können ganz unterschiedlich sein. Wir mögen es ja eher ursprünglich und ein wenig chaotisch und improvisiert anstatt durchstrukturiert und gleichförmig.
Wahrscheinlich gefällt es uns deswegen so gut auf dem Balkan und ganz speziell in Albanien (dicht gefolgt von Bosnien-Herzegowina). Hier hat es die EU zum Glück noch nicht geschafft, das Bunte aus dem Straßenleben zu verdrängen und so findet man neben vielen kleinen Geschäften für alles mögliche auch noch die selbst abgefüllte Milch in der alten Colaflasche, die einem am Straßenrand verkauft wird. Sogar die Butter ist hier viel gelber als wir es kennen und riecht leicht käsig wenn man mit ihr etwas brät.

Das Wispern der Steine und Zäune

Dani

Eine Reise durch Rumänien ist immer auch eine Reise zurück.

Wenn ich so durch Dörfer und Städte und Landschaften streuner mit meinem Blick und meiner Kamera, dann fasziniert mich immer eher das alte, kaputte , verlassene….es scheint mir eine Geschichte zu erzählen.

Von Menschen die hier einst lebten.
Von anderen Zeiten.
Von : Es war einmal…..

Wer hat hier wohl gelebt? Und wie ? Waren die Menschen glücklich, zufrieden? Und manchmal trifft man noch letzte Reste diese DAMALS irgendwo in einem dieser leeren Häuser, an denen der Zahn der Zeit und das Vergessen nagt.

Die Entdeckung der Langsamkeit auf der Insel Cres

Stein auf Stein Jahrtausende alt

Dani

Kroatien - Istrien - Insel Cres

Diese Insel in der kroatischen Adria kannte ich bisher nur aus kurzen Sommerbesuchen mit dem Ausflugsboot von Istrien aus. Bunt war es, laut und voller Touristen und das Meer türkis und warm, gerade richtig zum baden.

Nun sind wir also im Winter hier, der Himmel blau und klar und der Wind oft eisig. Außer ein paar rastalooktragenden Schafen begegnen wir auf unseren ersten Wanderungen hier im Wald von Tramontana im Norden der Insel niemandem. Die Dörfer, die oft nur zu Fuss zu erreichen sind, stehen schon lange leer. In den anderen abgelegenen Dörfern wohnen zwischen 4 und 20 Menschen, sehen tun wir aber auch dort eigentlich niemanden. Es ist Pause, keine Saison, aber hier im Norden kann ich mir auch im Sommer keine Menschenmassen vorstellen. Zu wenig was der Tourist so mag, kaum gut erreichbare Strände, keine Lädchen mit buntem Firlefanz made in wahrscheinlich China. Nur einmal sehen wir in Beli, dem Ort der Gänsegeier, eine kleine, jetzt stillstehende Bummelbahn… so können die Leute im Sommer wohl bequem Natur (Geierstation) mit Strand verbinden.

Adios España - Auf Wiedersehen, Spanien

Dani

Bis bald, Spanien.






Zitat

Tausendundeinen Gedanken zu Marokko

Was bleibt im Gedächtnis nach einer Reise und warum

Dani

Nein, ich kenne Marokko nicht nach nur zweieinhalb Monaten Reisedauer. Mein Eindruck ist ein erster, flüchtiger. Und vielleicht hätte jemand anderes diese Reise auch ganz anders wahrgenommen, andere Dinge gesehen. Auch haben wir uns nicht mit tausenderlei Andenken eingedeckt, denn wir haben materiell gesehen alles was wir für unser Unterwegsleben brauchen ja eh schon. Aber immerhin erhellt ein bunter Wollteppich seit Marokko unseren Fußboden (wir hätten noch viel besser handeln können hätten wir Bier dabei gehabt, tja).

Marokko - warum ich mir doch lieber meinen eigenen Weg beim Reisen suche

Dani

Nachdem wir mehr als 4 Wochen in ziemlicher Abgeschiedenheit und karger Landschaft durch den Osten Marokkos gereist sind, bin ich plötzlich irgendwie zu dem Trugschluss gekommen wir müssten jetzt mal ein wenig Touristenprogramm haben. Tipps und so genannte “must have seen” gibt’s ja auch für Marokko genug. Also war unser Ziel über Tafraoute und die blauen Steine dann an den lauschigen Atlantik zu fahren….

Und plötzlich wurde aus einem sehr rauen aber ursprünglichen Marokko mit freundlich neugierigen Menschen, das wir bisher so liebten eine Art Verkaufsrummel. Blieb man an einem Parkplatz stehen, um die Aussicht in eine Schlucht zu genießen oder zu wandern, kam prompt ein “Berber"an um uns irgendwas zu verkaufen. Auf dem Markt wollte mir der Gewürzverkäufer alle Gewürze zum Preis von Safran, also quasi Gold, andrehen.

Marokko zum ersten Mal

... kann man so viele Eindrücke überhaupt erfassen

Dani

Teil 1

Vor 4 Wochen sind wir über Ceuta das erste Mal nach Marokko eingereist.

Um einen erleichterten Einstieg zu haben sind wir am Mittelmeer entlang gefahren. Schöne Strände und Orte mit unglaublich riesigen und sehr europäisch anmutenden Strandpromenaden empfingen uns dort und jede Menge fangfrischer Fisch !!

Unser erster Soukbesuch in Tetouan war durchaus spannend im Gewimmel und Gewusel der kleinen Gassen. Es gibt nichts, was es nicht gibt und der Souk ist noch erfreulich ursprünglich, das heißt, es gibt viele Dinge des täglichen Gebrauchs und eigentlich keine auf Touristen zugeschnittene Ware.

Die Liebe zu Land und Geiern

Dani

Spanien mochte ich schon immer , habe viel Zeit nahe der Pyrennäen und am Mittelmeer dort verbracht.
Aber so richtig erwacht ist meine Liebe für dieses Land und seinen unglaublichen SIERRAS und Flüssen und Menschen und “lost places” erst in diesem Winter und Frühjahr!!!

Seid Dezember 2017 reisen wir ganz langsam durch Spanien, hauptsächlich im Inland…und sind berauscht!!! Wir werden immer langsamer, weil es WIRKLICH so viel zu bestaunen gibt! Meist fahren wir nur 20 bis 50 Kilometer weiter und bleiben dann dort wieder Tage um zu wandern und Geier zu bewundern oder durch fast verlassene Orte zu wandern 🚶‍♂️🚶‍♀️🐕🐕🐕

Das Schreien der Lämmer

Warum ich mich trotz Dauerregen nicht langweile

Dani

Es regnet in Andalusien nun schon den vierten Tag in Folge, das kennen wir sonst ja eigentlich nur aus Deutschland. Dem Land hier tut das viele Wasser gut, denn auf unserer monatelangen Reise durch Spanien fanden wir jeden Stausee fast leer vor. Nur der Reisende ist leicht maulig, hat er sich seine Zeit in Südspanien doch irgendwie sonniger vorgestellt!

Wir aber sind guter Dinge, haben wir doch einen guten Platz im Schutze des Torcal-Gebirges gefunden.Das Wasser kann hier gut in den nahen Bach abfließen und der Sturm bleibt oben an den Bergen hängen. Täglich kommen die Schäfer in ihren Autos vorgefahren und beaufsichtigen ihre Herde, die mehrere hundert Schafe umfasst und bimmelnd um unseren Lkw grasen. Ein tolles Bild, auch weil es gerade die Zeit ist, in der sie ihre Lämmer zur Welt bringen.
Und so zieht nun also diese große Herde laut bimmelnd und blöckend an uns vorbei und durch den kleinen Bach auf die andere Hangseite. Die Geräuschkulisse entfernt sich, “määhmääh” aber noch immer hören wir sehr nah ein klägliches “beeeeehbeeeh”. Alle Schafe sind aber längst weit weg.

Die Reise durch die Sierra de Cazorla

Spaniens Inland bei Schnee

Dani

Irgendwie steht unsere diesjährige Spanienreise im Zeichen des SCHNEEs. Das mag wohl auch daran liegen, dass wir uns durch diverse Sierras auf kleinsten Strassen schlängeln, immer auf der Suche nach schönen Gegenden und Wanderungen.

Als wir uns entschlossen hatten,durch die SIERRAS DE CAZORLA, SEGURA Y LAS VILLAS zu bummeln, erwischte uns der erste Schnee als wir von SILES aus auf die klitzekleine JF-7012 abbogen. Diese kleine und wirklich sehr schön gelegene enge Strasse wollte wir eigentlich ganz durchfahren, ließen es am 2ten Tag aber wegen starkem Schneefall sein und drehten nach einer langen Schneewanderung für die Hunde und uns um. Wir nahmen dann die Strasse von SILES aus an der EMBALSE DE TRANCO DE BEAS entlang. Auch diese wurde abenteuerlich schmal, aber wenigstens ohne Schnee und mit kaum Verkehr. Wie es dort in der Hochsaison zugehen mag, will ich mir gar nicht vorstellen!