Stadt

Grenzen ziehen

Dani`s Blog
Grenzen ziehen. Gehe ich mit offenen Augen durch die Welt und durch das Leben dann sehe ich ganz zwangsläufig nicht nur die schönen Dinge…und mache mir so meine Gedanken. Und vieles was ich sehe verändert dann auch meinen Umgang damit. So esse ich seit der Begegnung in Spanien mit den riesigen Muschelzuchthäfen keine Muscheln mehr. Und die gehörten mal zu meiner liebsten Speise am Meer. Nachhaltig bei Klamotten bin ich schon seit ich 13 war und die Second Handläden in Berlin für mich entdeckte und die Flohmärkte.

2015-08 S Västernorrland Östersund Jämtland

Einen kleinen Abstecher gen Norden möchte ich noch unternehmen. Örnsköldsvik hört sich schön an und soll der Wendepunkt der Sommerreise sein. In 18 Tagen habe ich eine Fähre gebucht und der Weg bis Trelleborg ist weit. Gegen Mittag erreiche ich die Stadt immer entlang ausgedehnter Industriegebiete, bunter nach Hundertwasser-Manier gestylter Hochhäuser und einem gigantischen Outlet Store einer schwedischen Klamottenmarke. Im Mini Hafen halte ich. Ein Schild heißt mich „Welcome„ und weist mich dennoch auf einen zu zahlenden Eintrittspreis i.

2015-05 und 06 D Mecklenburg-Vorpommern

Angekommen Meine alte Heimat hat mich für die nächsten Wochen wieder. Auch diese Welt hätte ich sofort erkannt. Die Bäume sind auch hier nummeriert und die Menschen hier haben so ihre Eigenarten. Eine schmallippige, graue Mitarbeiterin einer Tankstelle blafft mich an, warum ich denn die Nummer der Tanksäule, die ich benutzt habe nicht wisse, sie könne schließlich nicht um die Ecke schauen, ohne dabei ihr Telefongespräch zu unterbrechen. Der nach mir anstehende Bittsteller erdreistet sich auch noch zusätzlich eine Bockwurst zu bestellen, aber auch das meistert die Chefin mit zwischen Ohr und oberer Schulterpartie eingeklemmtem Telefon, ohne ihn auch nur eines Blickes zu würdigen.

2015-04 D Berlin - Brandenburg

Berlin Hätte man mich meiner Sinne beraubt und mich ohne mein Wissen in den Berliner Grunewald verfrachtet, ich hätte sofort erkannt wo ich mich befinde. Denn das gibt es sicherlich nur einmal auf der Welt: nummerierte Bäume. Aber nicht nur das wäre das Alleinstellungsmerkmal für einen deutschen Wald, auch die umfangreiche Beschilderung, was der Wanderer hier darf oder eher nicht darf und zu unterlassen hat. Krach machen, Tiere stören, Müll entsorgen, diesen oder jenen eigentlich zum Betreten geeigneten Waldabschnitt, nicht betreten, hätten mich, von der Sprache einmal abgesehen, sofort erkennen lassen, dass ich mich in einem deutschen Wald befinde.